„Die Heckseifer Ideenschmiede…“

- Entwicklung und Bau moderner Geräte für den Pferdeeinsatz
in der Landwirtschaft:

Neben seiner Arbeit als Bauer hat sich Kurt Ohrndorf einer weiteren Leidenschaft verschrieben: Seit gut drei Jahren befasst er sich intensiv und sehr erfolgreich mit der Entwicklung und dem Bau neuer, pferdegezogener Gerätschaften für die Landwirtschaft. Von der Interessengemeinschaft Zugpferde (IGZ) – in ihr sind bundesweit mehr als 1000 Pferdefreunde zusammengeschlossen – wurden ihm bereits mehrfach Innovationspreise zuerkannt, zuletzt im August dieses Jahres, als er im Rahmen der international besuchten Veranstaltung „Pferde stark“ in Detmold einen von ihm gebauten „Vorderwagen“ mit nachlaufendem „Dreipunktadapter“ dem Publikum vorstellte. In der Tat weist das Gerät eine ganze Reihe technischer Besonderheiten auf: Der Vorderwagen kann wahlweise von einem, von zwei, drei oder auch vier Pferden gezogen werden. An den „Nachläufer“ lassen sich Geräte wie Egge, Pflug oder eine Drillmaschine anhängen. Dabei wird die auch bei Traktoren übliche Dreipunktaufhängung verwand. Vom Drehsitz des Vorderwagens aus kann der Fahrer die Geräte über eine elektrisch oder von Hand betätigte Hydraulikpumpe leicht anheben. Der Nachläufer folgt dem Vorderwagen „spurgenau“ – dafür sorgt eine entsprechende Schubstangenlenkung. Selbst sehr enge Wendungen sind dadurch möglich. Die Deichsel ist stufenlos höhenverstellbar, wobei das Gewicht der Deichsel durch das Verschieben der gesamten Fahrerplattform ausbalanciert werden kann. Durch die Ausrüstung des Geräts mit einem Aufbaumotor können auch zapfwellengetriebene Schleppergeräte – z.B. ein Düngerstreuer, ein Mähwerk oder ein Kreiselheuer – eingesetzt werden. Sein Anliegen beschreibt Kurt Ohrndorf wie folgt: „ Als seit den 1950er Jahren der Traktor die Zugtiere in der Landwirtschaft ersetzte, verschwanden die Pferde nicht allein von Feld und Wiese, sondern auch aus dem Blick der Hersteller landwirtschaftlicher Maschinen und Geräte. Eine bis dahin erfolgreiche Entwicklungsarbeit kam vollends zum Erliegen. Bis heute haben aber die Kaltblutpferde ihre Freunde behalten. Hier und da wird das Pferd als Helfer des Bauern wiederentdeckt, gerade auch im Zuge der Rückbesinnung auf ökologische Wirtschaftsweisen. Und bei bestimmten landwirtschaftlichen Arbeiten ist das Pferd gegenüber dem sonst allgegenwärtigen Traktor durchaus konkurrenzfähig. Was jetzt fehlt, das sind moderne, tier- und menschengerechte Gerätschaften“. In der Praxis haben sich die von Kurt Ohrndorf entwickelten und von ihm gebauten Vorderwagen bereits bewährt. Und was sich bewährt, spricht sich in Zeiten „globaler Kommunikationsstrukturen“ auch unter Pferdefreunden schnell herum: In den vergangenen Jahren wurden über sechzig Vorderwagen mit Nachläufern hergestellt. Geliefert wurden sie nicht nur ins Inland, sondern auch nach Dänemark, Frankreich, Belgien, Italien, Österreich und in die Schweiz.
























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